Baby Schwangerschaft

Schwangerschaft | Kleine Krankenhaus Kolumne: Machen Sie es sich bequem bei uns – Teil 3

Posted on 17. August 2014

Ein Beitrag von Kat

Da stand ich nun also, etwas verunsichert am Empfangstresen der gynäkologischen Abteilung und murmelte meinen Satz “Ich weiß nicht, ob Sie mir weiterhelfen können, aber ich glaube ich habe Wehen. Ich bin in der 22. Woche…”.

So schnell habe ich noch nie eine Ärztin ein Telefongespräch beenden sehen! Sie schnappte mich unter dem Arm, frage, ob ich denn gehen kann und schleuste mich zwar sehr besonnen aber strengen Schrittes direkt in Richtung Kreissaal. Da brach plötzlich auch in mir ein wenig die Panik aus. Haben die denn hier nichts zu tun, soll ich mich nicht noch mal ins Wartezimmer setzten? Den Kreissaal wollte ich so früh eigentlich noch nicht betreten! Ich wurde auf das riesige Bett bugsiert, die Ärztin sprang gleich wie ein kleines Äffchen mit drauf, eine Hebamme wurde gerufen, eine Braunüle kam in den Arm, CTG Band um den Bauch, Hose aus, und das alles passierte irgendwie gleichzeitig. Ich muss gestehen, so etwas hatte ich zuvor noch nie erlebt und fühlte mich kurzzeitig einwenig an Emergency Room erinnert.

Mittleweile heulte ich und begriff, hier ist wirklich etwas nicht in Ordnung. Ich hatte eindeutig Wehen und mein GMH bestand laut Ultraschall bloß noch aus knappen 2cm, inklusive einer kleinen Trichterbildung. Die Ärztin beruhigte mich, sagte mir aber dennoch, ich sollte mich darauf einstellen es mir in nächster Zeit bei ihnen im Krankenhaus gemütlich zu machen, sie tastete sich behutsam vor, bis die Worte “Sicherlich ein paar Wochen…” fielen. Sie versuchte mich noch ein wenig aufzumuntern und meinte “Jetzt machen wir erst einmal Baby TV für die Mama und schauen wie es dem Kleinen geht.” Dem Hummelmann ging es selbst zu diesem aufregenden Zeitpunkt erstaunlich gut, sodass ich lachend und weinend gleichzeitig gebannt auf die Ultraschallbildschirm schaute.

Als ich dann auf mein Dreibettzimmer kam war mir alles egal, ich schluchzte, wollte nur noch das meine Mama kommt und hatte ständig im Kopf, dass es ist für solche Sperenzchen noch viel zu früh ist, viel zu früh! Auch schien mir die zeitliche Distanz zwischen Juli und Dezember plötzlich riesig. Ich werde nun also meine restlich Schwangerschaft bis in den Winter hinein im Krankenhaus verbringen müssen, dabei hatte ich doch noch so viel vor, das Kinderzimmer herrichten und die Vorbereitungskurse, stricken für den Kleinen, eben einfach eine ganz normale Schwangerschaft genießen….

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