Baby Familie Fashion Gedanken Healthy Lifestyle

Gedanken | Green Fashion Kindermode – das neue Must Have?!

Posted on 12. März 2017

Ein Beitrag von Kat

Second Hand statt Green Fashion

Green Fashion, Eco Label, Organic, Faire Trade, Nachhaltig… Begriffe die mir heutzutage immer mehr um die Ohren fliegen, wenn es um das Thema Kindermode geht. Irgendwie habe ich das Gefühl, die große bunte Social Media Welt in Mamakreisen versucht mir zu verstehen zu geben, dass alle Eltern ihre Kleinen nur noch in ökologisch zertifizierte Kleidung hüllen. Ist das wirklich so, muss das so sein? Ist es normal, dass ich für ein Kindershirt, welches die Kleinen im schlimmsten Fall gerade einmal ein paar Wochen tragen, bevor sie schneller als man schauen kann raus gewachsen sind, locker flockig 30€ auf die Ladentheke lege? Ist Green Fashion Kindermode das neue Must Have?!

Selbstverständlich ein Thema, dass jeder für sich (und auch sein Portmonee) entscheiden muss. Und ja, auch ich bin selbstverständlich nicht davor gefeit, den schönen grünen Marken zu verfallen. Immerhin tut man so Kind und Natur – und das wollen wir hier selbsterständlich auch nicht außer acht lassen – der Mama und deren Seelenfrieden was Gutes.

Green Fashion?! Ich bin lieber nachhaltiger Second-Hand Fan!

Dabei geht es doch viel einfacher! Ich bin Second Hand Fan! Und das schon von Klein auf. Gerade vor ein paar Tagen habe ich wieder beim örtlichen Kinderbasar geholfen. Eine Arbeit die ich seit ein paar Jahren gerne mache, eine Sache die mir am Herzen liegt, mit der ich als Kind selbst schon aufgewachsen bin und die ich gerne so an meine Kinder weitervermitteln möchte – es ist vollkommen in Ordnung Kleider aus zweiter Hand zu tragen!

Second Hand ShoppenUnd so habe ich auch diesmal für die kommenden Monate wieder ordentlich beim Basar zugeschlagen und wie ich finde schöne „neue“ Teile gefunden. Letztendlich bezahlte ich für alle Kleidungsstücke (und natürlich gab es auch was zum Spielen) zusammen gerade einmal 48€ – hier auf den Fotos ist nur ein Bruchteil der Dinge zu sehen, die ich gekauft habe. Außerdem macht so ein Basar irgendwie alle happy… Die Verkäufer Muddis freuen sich darüber, herausgewachsene Kleidung zu etwas Geld gemacht zu haben und ein kleiner Teil der Erträge fliest auch noch einem guten Zweck, dem bei uns örtlichen Kinder Hilfe Verein zu, der mit diesen Geldern im Ort Spielplätze und Co. aufbaut und in Schuss hält. Eine absolute Win-Win-Situation von der wirklich jeder nur profitieren!

Nachhaltige Kleidung für KinderWenn ich so darüber nachdenke besteht die Garderobe von Felix sicherlich aus 80% Second-Hand Kleidung. Kleidung die ich richtig schön finde! Kleidung bei der es meist gar nicht auffällt, dass es sich nicht um Neuware handelt.

Es gibt viele nachhaltige Punkte, die für Second-Hand sprechen!

Zuallererst einmal wird duch Second-Hand natürlich weniger Produktion angestrebt. Das ein und selbe Shirt muss für bisher vielleicht zwei Kinder nur einmal hergestellt werden. Sollten die Teile dem Mai-Kniprs in Zukunft auch passen, sind es sogar schon drei Kinder die das gleiche Shirt tragen. Ein Shirt, das nur einmal den Transportweg gehen musste und so die Umwelt weniger schädigt. Ein Shirt, das die empfindliche Kinderhaut sicherlich nicht mehr mit Giftstoffe von Farben und Co. belastet, weil es schon einige Male gewaschen wurde. Ein normales Shirt, das mittlerweile vielleicht mehr „Eco Label Green Fashion“ ist, als jedes andere neu gekaufte Bio-Kleidungsstück.

Nachhaltig, gesund, umweltfreundlich, schadstoffarm, fair trade, bio. Wenn uns das alles so wichtig ist, warum dann nicht einfach bewusster konsumieren, der Wegwerfgesellschaft die Stirn bieten und gut erhaltenen Kleidungsstücken eine zweite oder vielleicht sogar dritte Chance geben?!

You Might Also Like

3 Comments

  • Reply
    Anne
    13. März 2017 at 16:44

    Hallo Kat,
    ich bin da voll deiner Meinung. An und für sich sehe ich Green Fashion als guten Trend, denn irgendwie muss eine nachhaltige Infrastruktur ja erst aufgebaut werden und das ist in der Pionierzeit eben teurer als bei etablierten Systemen.
    Dennoch existieren die ganzen „nicht grünen“ Klamotten ja trotzdem und es ist sehr viel nachhaltiger etwas länger in Benutzung zu halten als Sachen wegzuwerfen und durch neue „grüne“ zu ersetzen. Ich persönlich habe überhaupt nicht die finanziellen Mittel dafür soviel Geld auszugeben, erst recht nicht für kleine Kinder, die ratzfatz wieder rausgewachsen sind. Second Hand ist eine super Lösung auch z.B. bei Fahrrädern, Spielzeug, Möbeln. Das ist neu alles sehr teuer und kostet gebraucht unglaublich viel weniger.

    Liebe Grüße,
    Anne

  • Reply
    Katja O.
    14. März 2017 at 16:41

    Hallo Kat,
    Second Hand finde ich echt super! Ich bin immer sehr gerne zu den ganzen Basaren gefahren in unserem Landkreis. Allerdings: Je älter und größer die Kinder wurden, desto weniger Auswahl war da… Mittlerweile sind meine beiden Kinder 11 und 14 Jahre und ich bekomme nichts mehr! Und da bin ich auch ganz ehrlich: Jetzt kaufe ich das meiste bei H&M.
    LG Katja O.

  • Reply
    Anika
    15. März 2017 at 20:14

    Toller Artikel, ich bin da ganz deiner Meinung! Bin auch schon seit Kindertagen eine „Trödeltante“ und liebe es, auf Flohmärkten und Basaren nach tollen Teilen Ausschau zu halten. Und seit mein erstes Kind unterwegs war, dann eben auch auf Kindertrödel 🙂
    Wir reichen aber auch viel Kleidung und Spielzeug innerhalb der Familie weiter. Oft sind die Sachen ja noch wie neu.
    LG
    Anika

  • Leave a Reply