Baby Familie

Ich brauche keine Windel mehr! | Wir werden trocken. ein Erfahrungsbericht in Zusammenarbeit mit ZEWA

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Da sind wir nun also mitten drin im Thema „Trocken werden“. Unglaublich, dass ich vor über zwei Jahren schon mal einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht habe. War ich damals naiv? Nein, überhaupt nicht, denn das Thema ist irgendwie immer aktuell gewesen und auch heute kann ich noch genau das Gleiche berichten wie damals – Das große Geschäft geht zu 90% in die Toilette.

DAS SCHLIMME WORT „HYGIENEERZIEHUNG“! 2 Jahre später…

Aber es gab eine Wandlung in den letzten Wochen. Und als mich Zewa im Zuge der aktuellen „bewährt“ Kampagne dann auch noch vor Kurzem fragte, ob ich gerne über diesen wichtigen Entwicklungsschritt in unserer Familie berichten mag, passte das wortwörtlich „Wie Arsch auf Eimer“. Das Thema wurde wie gesagt immer brisanter. Oder sagen wir es mal so, plötzlich war alles „Kacker“! Es passierte nicht selten, dass wir beim Einkaufen sind und Felix lauthals durch die Gänge ruft „Maaaamaaaaa?!?! Haben wir noch Kackerwurst zuhause?“. Ähm ja, ihr könnt euch vorstellen wie es einem als Mama da ergeht. Natürlich antwortete ich hochprofessionell: „Nein haben wir nicht, brauchen wir aber unbedingt!“. Und zack wurde die Leberwurst in den Einkaufwagen gepackt. Die etwas ältere Dame neben uns am Wurstregal schüttelte bloß angewidert den Kopf. Hat die denn noch nie was von der Analen Phase gehört? Ich glaube mit dem Thema der Ausscheidungen habe ich mich noch nie so intensiv beschäftigt wie in den letzten Wochen. Und was soll ich sagen, so schlimm ist das Ganze gar nicht. Man isst, man trinkt, man wächst und gedeiht und manchmal muss man eben auch auf die Toilette. Alle müssen nämlich mal aufs Klo. Denkt mal drüber nach 🙂

Töpfchentraining gab es bei uns nie. Es gab kein ewig langes Sitzen auf eben diesem, Belohnungen oder sonstiges, wir redeten einfach nur ganz normal darüber. Die Neugier ist groß und will gestillt werden und das treibt an. Mittlerweile verrichten fast alle Spielzeugtiere und Kuschelbären ihr Geschäft bei uns im Bad. Wir schauen gemeinsam immer das aktuelle Lieblingsbuch zum brisanten Thema an und gehen natürlich auch gemeinsam aufs Klo – Nachahmung ist alles. Im Übrigen steht auch das gemeinsame Pinkel mit den Jungs hoch im Kurs. Da wird auch schon auf dem Weg zur Verabredung in großer Bandbreite erklärt: „Wenn ich bei xy bin dann können wir draußen auch  zusammen Pipi machen!“

Waldkinder tragen keine Windel!

Und nun, ein paar Wochen vor seinem dritten Geburtstag passierte es. Als ich Felix von der Kita abholte, hieß es plötzlich er hat keine Windel an, er wollte partou keine mehr anziehen. Die Begründung folgte promt auf den Punkt: „Er ist jetzt groß und geht aufs Klo! Weil, er will in den Wald!“ Ok, dazu muss man sagen, dass er gerne so schnell wie möglich in die Waldkindergartengruppe wechseln will. Da werden Löcher gebuddelt und die Geschäfte unter freiem Himmel verrichtet. Als Windelheld darf man eben nicht in den Wald.

Es ist also sein Wunsch, er will ausdrücklich keine Windel mehr. Ergo – das heißt für mich Vertrauen ins Kind! Seitdem haben wir einige Hoch- und Tiefphasen erlebt, leider auch ein etwas unschönes (großes) Missgeschick im Kindergarten (wofür er definitiv nichts konnte!), das jedoch einige Tage „Aufbauarbeiten“ hinter sich herzog. Meine Wäscheberge sind in den vergangenen Tagen exponentiell gewachsen und ich habe das Kurzwaschprogramm für mich entdeckt (ist ja nur Pipi). Es geht mal einen Tag richtig gut und dann ist mal wieder Pipialarm angesagt. Das Trocken werden bringt Arbeit mit sich und auch ich muss ab und an an mich halten, nicht negativ zu reagieren, wenn mal wieder etwas daneben geht.

Natürlich könnte ich ihm weiterhin eine Windel anziehen. Das wäre zu dieser Jahreszeit sicherlich bei weitem Stressfreier. Aber sollte ich nicht so viel Vertrauen und Respekt vor meinem Sohn haben, dass ich ihm diesen Wunsch erfülle? Auch wenn es für mich und alle anderen in seinem Umfeld mehr Arbeit bedeutet. Natürlich habe auch ich mich informiert wie man das Thema Trockenwerden am Besten angeht. Aber soll ich euch mal was verraten?! Letztendlich gibt es meiner Meinung nach bloß zwei Punkte die mir wirklich sinnvoll erscheinen: Auf das Kind hören, vertrauen und auf die Bedürfnisse eingehen und zweitens Geduld haben und Ruhe bewahren. Und das ist der Punkt der wohl am schwierigsten ist – diesen Entwicklungsschritt nicht in Stress ausarten zu lassen, weder für das Kind noch für die Eltern.

5 Tipps zum stressfreien Trocken werden

1. Wechselkleidung

Habt immer genug Wechselkleidung mit. Oder am besten deponiert ihr überall ein, zwei Notfall Set´s. Ob im Auto, selbstverständlich im Kindergarten, bei der Oma… Denn es gibt nichts Schlimmeres, als ein nasses Kind irgendwie quengelnd nachhause zu bugsieren. Das setzt euch unter Stress und ist eine absolute Negativerfahrung für den Knirps.

2. Die Windel bekommt einen anderen Namen

Die (Nacht)Windel heißt nicht mehr Windel, sondern ab sofort Schlafhöschen! Ist doch ganz logisch, wenn man keine Windel mehr anziehen will, mag man einfach keine Windel mehr anhaben. Da ist es egal ob es Tag oder Nacht ist. Trotzdem möchte ich keinen Druck aufbauen (Du musst nachts trocken bleiben!). Also gibt es einfach einen neuen Namen für die Windelhöschen – Schlafhöschen! Diese ziehen wir direkt vor dem Zubettgehen nach dem letzten Pipi Gang an und morgens nach dem Aufstehen wird sie wieder ausgezogen. Auch wenn die Windel bei uns morgens immer trocken ist, darf er die Schlafhöschen noch solange anziehen bis er von sich aus die Sicherheit spürt und nein dazu sagt.

3. Desinfektionstücher und Toilettenbrillenauflagen to go

Erstaunlicherweise müssen Kinder immer dann, wenn man gerade das Haus verlassen hat. So kenne ich mittlerweile neben dem ein oder anderen Busch, auch jede Menge öffentliche Toiletten. Ich weiß nicht wie die Kinder es schaffen, aber gefühlt haben sie plötzlich 8 Hände und wollen dort alles anfassen. Ich bin eigentlich kein Freund von übermäßigem Einsatz von Desinfektionsmitteln, aber in diesem Fall schwöre ich auf kleine Tücher für unterwegs, sowie WC-Papiersitze als hygienische Einmalabdeckung für Toilettenbrillen. Das geht nämlich viel schneller, als wenn man mit einzelnen Papierblättchen eine Keimsperre bastelt.

4. Statt Töpfchen direkt aufs Klo – wie die Großen

Natürlich beobachtet Felix uns ganz genau – Nachahmung ist alles. Wieso sollte er denn dann auf ein Baby Töpfchen gehen? So steht bei uns schon seit einigen Monaten ein Hocker im Bad, sowie eine Kinderauflage für das große WC. Am besten schneidet im übrigen eine Toilettensitz mit Griff ab, dann wissen die Hände wohin mit sich und fingern nicht an der Klobrille herum. Das Ganze ist auch direkt stressfreier für die Eltern, da man sich das Töpfchen ausspülen spart.

5. Das A und O – Ruhe bewahren!

Manchmal leichter gesagt als getan. Und auch wenn ihr plötzlich vor einer Pitschnassen Couch steht oder zum 5. Mal an diesem Tag den Boden feucht wischt, ein Malheur sollte nicht in ein Drama ausarten. Meist „schämt“ das Kind sich schon genug, man muss das Ganze nicht auch noch zusätzlich thematisieren. Saubermachen, umziehen, erklären dass das jemandem mal passieren kann und weiter geht´s.

Noch ein kleiner Tipp am Rande

Mit der Limited Edition „bewährt“ von Zewa könnt ihr noch bis Ende Dezember 2017 IKEA-Gutscheine im Wert von 2x 5.000 € und 200x 50 € gewinnen. Perfekt wenn die Couch oder der ein oder andere Teppich während der Phase des Trockenwerdens eventuell ein wenig gelitten hat. Um an der Verlosung teilzunehmen einfach eine der ausgewiesenen Aktionspackung kaufen und den enthaltenen Code auf www.zewa.de/toilettenpapier/aktionen eingeben. Man erfährt sofort, ob man gewonnen hat.

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