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Pipialarm | 5 Herausforderungen, wenn Dein Kind unterwegs auf Toilette muss

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Ein Jahr trocken.  Ein Jahr tagsüber ohne Windel unterwegs! Ist dieser Meilenstein der kindlichen Entwicklung geschafft schwillt gerne mal die Mutterbrust vor Stolz. Ist das Kind dann plötzlich der Meinung es brauche keine Windel mehr UND kann auch schon alleine aufs Klo gehen – dann wird es interessant! Ihr glaubt gar nicht, wie viel lustige, spannende, ärgerliche und teils auch leider etwas eklige Geschichten man nach einem Jahr mit einem Kleinkind, welches ohne Windel unterwegs ist, erzählen kann. Egal ob einfach draußen auf dem Spielplatz, beim Einkaufen oder während einer längeren Autofahrt. Meist ertönt der Satz „Mama, ich muss maaaal!“ immer direkt wenige Minuten nach Verlassen des Hauses. Und natürlich hat die erfahrene Mutter den obligatorischen heimischen Toilettengang vor verlassen des Hauses noch einmal erbeten – aber da kam natürlich nix… Windelfrei-Anfänger haben da irgendwie so ein Radar, am liebsten überall Pipi zu machen nur nicht zuhause. Ist ja auch spannender.

„Ich muss mal!“ 

5 Herausforderungen, wenn Dein Kind unterwegs auf Toilette muss.

1 | Öffentliche Toiletten – Lerne deine Umgebung kennen!

Ihr glaubt gar nicht wie viel öffentliche Toiletten es gibt. Als Schwanger habe ich angefangen mein Toiletten Radar gekonnt einzusetzen. Als Mama wurde dieses Radar nun schon mehrfach upgedatet. Mittlerweile weiß ich genau in welchem Geschäft das „Geschäft“ nicht zum Problem wird, wo wir ohne Herausforderungen ungestört austreten können. Ich kenne die Gratis-WCs und die, wo man 50 Cent abdrücken muss, und auch die „Stillen Örtchen“ die ich wirklich nur im absoluten Notfall betrete. Am besten wisst ihr schon vorher wo es mögliche Toiletten gibt, so müsst ihr nicht erst panisch anfangen zu suchen, sobald es heißt Pulleralarm. In der freien Natur, da reicht uns selbststverständlich auch der nächstbeste Baum!

2 | Das richtige Abhalten

Ihr seid draußen in der „Wildnis“ unterwegs, weit und breit keine Toilette? Kein Problem, der nächste Busch um die Ecke bietet in diesem Fall sehr gerne seine Dienste an. Als Jungsmama stelle ich mich beim kleinen Geschäft mittlerweile ganz cool mit verschränkten Armen neben dran, Windrichtung gecheckt und es läuft problemlos von alleine. Aber es gibt dann ab und an doch noch eine „große“ Herausforderung, ihr wisst alle wovon ich sprechen… also geht´s ans „Abhalten“ – und das muss man erstmal auf die Reihe bekommen. Das erste Mal ging vor lauter Aufregung (sowohl beim Kind als auch beim Erziehungsberechtigten.) quasi direkt in die Hose. Seitdem haben wir geübt und folgende drei Möglichkeiten kamen bei uns bisher zum Einsatz

Variante A – für Leichtgewichte: Das Kind stellt sich mit dem Rücken vor euch, geht leicht in die Hocke, ihr greift unter die Knie und hebt es an. (Auch gerne genutzt auf öffentlichen Toiletten aus der Kategorie: Augen zu und durch!)

Variante B – für Schwergewichte: Das Kind stellt sich mit dem Gesicht vor euch, reicht überkreuz die Hände und geht nach hinten in die Hocke.

Variante C – für Selbstständige: Ihr tauscht die Mama gegen einen Baum, das Kind umfasst den Baumstamm und geht nun ebenfalls in die Hocke.

3 | Toilettenpapier immer griffbereit halten

Zurück zum Thema Toilettenhäuschen. Was gibt es quasi nie auf öffentlichen Toiletten? Toilettenpapier! Und wenn doch erinnert es meist eher an Zeitungspapier das aufgerollt wurde. Zum auslegen der Klobrille im Eiltempo reicht es gerade noch aus, aber den empfindlichen Kinderpopo will man damit eher nicht zu nahe kommen. Ich schleppe viel in meiner Wickeltasche mit mir umher, eine Rolle samtig weiches 4-lagiges Toilettenpapier zählt jedoch definitiv nicht dazu. Da normale Feuchttücher nicht in die Toilette gehöre (Verstöpfungsgefahr!) habe ich stattdessen die feuchten Toilettentücher „sanft & pur“ von Tempo dabei. Zum einen reinigen sie direkt mit dem ersten Wisch viel besser (wir wollen aus dem engen Toiletten Ding ja so schnell wie möglich wieder raus) und sind noch dazu für empfindliche Haut geeignet (also auch perfekt für die Allerkleinsten Popöchen). Dank Hygiene-Verschluss sind die Tücher super praktisch für unterwegs und trocknet nicht aus. Hätte ich bei normalen Feuchttücher das Problem dass ich die gebrauchten Tücher in den (wenn überhaupt vorhandenen) WC-Mülleimer schmeißen müsste (das will ich niemandem antun) kann ich die Tempo Toilettentücher ganz einfach und bequem ohne schlechtes Gewissen nach der Verwendung herunterspülen. Noch dazu sind sie biologisch abbaubar. Po sauber, Abwasserbetriebe glücklich, Daumen hoch – Mommy Bag Must Have!

4 | Muddi Mantra: Bitte nichts anfassen!

Vor jedem öffentlichen Toilettengang zelebriere ich es, das Muddi Mantra: „Bitte nichts anfassen. Finger an den Mann!“. ich wiederhole den Satz gefühlt  sicherlich noch 7-8 mal während der nächsten zwei Minuten. Aber hey, ist so eine fremde Klobürste nicht einfach zu verlockend?! Oder die Klospülung, oder für was sind eigentlich die Tüten da hinten? Beim Hose hochziehen werden binnen Sekunden mindestens 4 Gegenständen in Reichweite angefasst – denn man muss ja auch irgendwie das Gleichgewicht halten, steht ja alles so schön in greifbarer Nähe. Mein Tipp: gibt es eine Behinderten-Toilette, dann wählt dieses WC! Ich weiß, wir zählen eigentlich nicht zum Personenkreis für die diese Toiletten gemacht sind. Aber ganz ehrlich, normale öffentliche Klos sind auch nicht für eine Person + wuselndes Kleinkind ausgelegt. Die Vorteile der behindertengerechten Toilette, sie ist:

  1. meist größer. Ergo, man kann sich darin zu weit aufhalten ohne Platzangst bekommen zu müssen
  2. meist weniger stark frequentiert = weniger oft benutzt = sauberer!
  3. und das ist wie ich finde der unschlagbare Pluspunkt: es gibt einen Haltegriff an dem sich die Kids festhalten können. Und das ist doch um ein zigfaches besser als den Halt an der Klobrille zu suchen!
5 | Pannen-Prophylaxe

Pipi Pannen gibt es immer mal wieder, sie werden weniger, aber gerade am Anfang geht dann doch öfters mal was „daneben“. Beim vertieften Spiel oder weil Mama den Fehler macht und die Hose nicht weit genug herunter zieht – ich glaube das ist im Speziellen so ein Jungs Problem… Also habt Wechselkleidung dabei. Macht kein Drama daraus und zieht einfach etwas Frisches an. Eine Plastiktüte mit sich zu führen ist übrigens auch immer eine gute Sache, so sind die feuchten Sachen sicher verstaut und können zuhause direkt in die Wäsche wandern.

Jaja das Austreten in der Öffentlichkeit… Was mancher Mann problemlos in jeder Lebenslage egal an welchem Ort beherrscht (finde ich manchmal geradezu erstaunlich) kann als Mama mit Windelfrei-Kids in Probezeit zum spannenden Erlebnis werden. Was muss bei euch denn deswegen immer mit in die „Wickel“Tasche? Hattet ihr auch schon das ein oder andere famose Ereignisse auf öffentlichen Toiletten oder gar Rasthöfen(mein persönliches Horrorszenario) jetzt in der Urlaubszeit?

3 Kommentare

  • Reply
    uJuialiaJ
    27. Juli 2018 at 18:57

    Hi, wir sind erst seit drei Wochen dabei. Um auf Öffentlichen Toiletten keinen Ekel zu bekommen und der Angst des Reinfallens zu entgehen haben wir uns eine Kinderklobrille zum zusammenklappen gegönnt. Passt problemlos in den Rucksack zusammen mit Desinfektionsmittel und deinen erwähnten Feuchttüchern. Irgendwie war es mit Windel leichter 😅 und auch nicht mehr Gepäck. Aber unser kleiner Mann ist furchtbar stolz und darf am Montag das erste mal mit Unterhose in die Krippe 🙃.

    Viele Grüße aus Norddeutschland
    Julia

  • Reply
    Etwas
    1. August 2018 at 21:27

    Ich hätte da mal noch den Tipp bezüglich „richtiges Abhalten“ draußen, denn ich hatte die Typen Sohnemänner, die nichts lieber taten als draußen Pipi (oder auch „größere Herausforderungen“), aber grundsätzlich nur im sitzen. Nun gut, sollte uns recht sein, aber das verlangte eben nach Lösungen als die lieben Kleinen zum hochheben zu schwer wurden.

    Auf die Lösung kam unser großer selbst und sie ist so einfach wie genial:

    Auf einer geeigneten Stelle (wo als der Untergrund nicht piekst) auf dem Boden ein Taschentuch auslegen und dann einfach mit dem Hinterteil direkt drauf ganz hinsetzen, Beine nach vorne ausstrecken und los. So musste keiner von uns mehr schwer heben und die Kurzen konnten es vollkommen selbstständig und trotzdem im sitzen.
    Klappt absolut super für klein (hinterher Popo abtrocknen nicht vergessen) und nach etwas Gewöhnung auch für die „große Herausforderung“ (da muss man dann halt ein bisschen gründlicher abputzen, aber das geht in Ordnung) und ist für Jungs wie für Mädchen gleichermaßen bestens tauglich.

    Viele Grüße

    • Reply
      Kat
      1. August 2018 at 21:58

      Das ist ja mal eine sehr interessante Herangehensweise! Dank dir für´s teilen!

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