Baby Familie

Gedanken | Ein Monat Mama von zwei…

Posted on 18. Juni 2017

Ein Beitrag von Kat

Kann das wirklich wahr sein? Vergeht die Zeit tatsächlich so schnell? Es muss wohl so sein, denn am Donnerstag war schon der 15. Juni und das heißt, vor genau einem Monat kam unser kleiner Mai-Knirps auf die Welt. Unglaublich! Einerseits ist die Zeit seitdem rasend schnell vergangen, andererseits fühlt es sich aber so an, als wäre es nie anders gewesen. Es fühlt sich mit einer unglaublichen Leichtigkeit einfach richtig gut an!

Da es ja außer meinem Geburtsbericht und den kleinen Geschichten auf Instagram bisher noch gar kein richtiges Babyupdate gab, möchte ich heute gerne ein wenig gemeinsam mit euch auf die letzten vier Wochen zurückblicken.

Das Wochenbett

Habe ich es so mir so vorgestellt? Nein! Aber es war einfach genau richtig wie es in den letzten Wochen gelaufen ist. Es war die beste Entscheidung ein paar Tage Auszeit nur für mich und den Mini im Krankenhaus zu genießen. Und ja ich spreche bewusst im Zusammenhang mit dem Krankenhaus von genießen, denn es waren sehr angenehme Tage die ich auf der Wöchnerinnen Station verbracht habe. Zuhause angekommen versuchte ich zwar mich ein wenig zurück zu nehmen, aber wie sich wohl jeder denken kann, das normale Leben geht weiter und so war auch ich relativ schnell wieder ziemlich normal im Alltag integriert.

Die Nächte

Was soll ich sagen, beschweren kann ich mich keineswegs. Emil schläft nachts sehr gut, mindestens vier Stunden am Stück, in der Regel aber länger. So hat es sich eingependelt dass wir abends noch sehr viel kuscheln, bis ich um circa 23 Uhr ins Bett gehe, ihn noch einmal stille und dann in sein Beistellbettchen zu schlafen lege. Die Nacht wird dann meist zwischen 2 und 4 Uhr, manchmal sogar erst um 5 Uhr, für einen kurzen Snack ohne viel Geschrei unterbrochen (er quakt meist bloß ein wenig). In der Früh um 6 Uhr muss ich ihn dann mehr oder weniger zum „Frühstück“ wecken.

Das Stillen

Etwas worüber ich soooo glücklich bin! Glücklich dass es diesmal klappt und ich es beim zweiten Kind ganz anders erleben darf. Wie schlimm das Thema für mich bei Felix war, hatte ich euch hier schon einmal berichtet.

Der Anfang war auch diesmal nicht unbedingt einfach. Der Milcheinschuss kam erst am 4 Tag nachdem ich eine Oxytocin Spritze bekommen habe, aber als er dann da war „lief“ es richtig gut. Klar hatte auch ich zu kämpfen mit Schmerzen, wunden Brustwarzen und einem kleinen Milchstau. Nun wusste ich jedoch wie das Stillen zu Beginn sein kann. Das war sehr hilfreich und meine Hebamme hatte auch immer ein Tipp für mich. Außerdem macht der Mini seinen Job richtig gut und ich habe ausschließlich auf meine Intuition gehört. Als anfangs nichts mehr ging, griff ich auch mal in der Not zu einem Fläschchen mit Pre Milch. Ich machte einfach das, was mir und Emil gefühlt am besten tat und so kann ich nun nach vier Wochen sagen – ich stille voll! Und zwar (fast immer) ohne Schmerzen mit einem sehr zufriedenen Kind.

Der große Bruder

Ist einfach unglaublich! Klar hat es in den letzten Tagen auch das ein oder andere Mal geknallt. Felix hat einen richtigen Entwicklungsschub durchgemacht, spricht viel mehr, ist aber auch oft etwas trotziger, will alles alleine machen und seinen Kopf durchsetzten. Die Trotzphase hält ordentlich Einzug bei uns und man merkte, dass ihn Vieles beschäftigt. Er war zwischenzeitlich sogar mal richtig mit Fieber niedergestreckt. Aber im Große und Ganzen ist Felix einfach nur ein unglaublich stolzer großer Bruder. Er hilft mir beim wickeln, kuschelt total gerne mit seinem kleine Bruder, beschützt ihn vor zu viel neugierigen Blicken und ist sobald Emil weint zur Stelle und reicht den Schnulli. Mittlerweile sitzt er sogar mit seiner Puppe auf der Couch und stillt sie parallel mit uns 😀

Der Papa

Auch er ist bei weitem entspannter als beim ersten Mal. Man merkt eben doch ein wenig die Erfahrung. Mein Mann war in den letzten Wochen bei uns Zuhause und hatte Elternzeit. Er hat sehr viel mit Felix unternommen, in morgens immer in den Kindergarten gebracht und auch abgeholt. Dadurch dass er diesmal kein Fläschchen geben kann fehlt ihm laut eigener Aussage ein bisschen was und Felix spannt ihn auch wirklich sehr ein.

Wie geht es mir als Mama von zwei Kindern?

Richtig gut! es ist absolut kein Vergleich mit der Zeit zu ziehen wie es mir nach Felix Geburt ging. Diesmal bin ich fit, körperlich wie auch seelisch. In den letzten zweieinhalb Jahren bin ich in meiner Mamarolle gewachsen, höre viel mehr auf mein Bauchgefühl und bin selbstsicherer geworden, entspannter – mir fällt alles etwas leichter. Ich bin sehr glücklich und auch dankbar über diesen Zustand, da ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

Und wie ist Emil so?

Was soll ich sagen, unkompliziert, völlig anders als Felix und doch sind sie sich in vielerlei Dingen so ähnlich. Der kleine Mann hat tatsächlich jetzt schon einen richtigen Dickkopf, wenn man ihm eins-zwei Dinge aber recht macht, ist alles ziemlich easy. Er ist entspannt und bleibt cool egal wie viel Spielzeugautos um seine Ohren brummen. Wir haben mit ihm schon einige Unternehmungen gemacht, egal ob Weinfest, Geburtstagsfeiern, Restaurant Besuch oder ein Ausflug ins Freibad – er nimmt´s locker.

Umso mehr Action umso besser. Er ist jetzt schon sehr wach und aufmerksam, liebt es auf dem Bauch zu liegen und hält von Anfang an den Kopf genau wie sein Bruder. Aber andererseits ist Emil auch ein richtiger Kuschler. Er braucht den sicheren Hafen der Mamabrust, kommt oft nur bei mir richtig zur Ruhe. Er ist ein Nuckelkind, genau wie Felix, ohne Schnuller wäre ich schnell verzweifelt! Und ebenso wie Felix, das fanden wir alle überaus faszinierend, fummelt er sich am Hinterkopf an den Haaren um sich zu beruhigen – unglaublich oder.

Es ist ein neuer Lebensabschnitt den wir seit nun schon fast fünf Wochen leben, leben und genießen! Und wie auch schon nach Felix Geburt, man kann sich auf das was da kommt wohl nie richtig vorbereiten. Es wird immer überraschend sein, doch letztendlich fühlt es sich auch diesmal wieder komplett richtig an – vollkommen!

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3 Comments

  • Reply
    Lena
    18. Juni 2017 at 14:19

    Das ist so schön zu lesen! Es freut mich, dass es dir bzw. euch so gut geht und auch, dass es mit dem Stillen dieses Mal gut klappt. Und so süße Bilder immer. 🙂 lg

  • Reply
    Ivalo Eske
    19. Juni 2017 at 21:35

    Es ist so schön zu lesen, dass es euch so gut geht. Irgendwie entsteht für mich immer der Eindruck einer absoluten Bilderbuchfamilie. Ich liebe es die Bilder deiner beiden Söhne anzusehen. Vielen Dank für deine Einblicke in euer Familienleben mit den zwei Kleinen und deine Gedanken dazu, die für mich wirklich sehr inspirierend und auch aufbauend sind. Ich freue mich über mehr Gedanken von dir zum Mamasein und über die Entwicklung deiner Söhne. Danke für diesen tollen Blog und dein Instagram.

    • Reply
      Kat
      21. Juni 2017 at 9:19

      Naja, absolut Bilderbuch ist bei uns auch nicht immer 😀 hier kracht es auch mal ordentlich, so wie bei anderen auch 😉 Aber 1000 Dank für Dein schönes KOmmentar, sowas macht einen doch ech immer happy 🙂

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